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Klaus-Peter Willsch MdB
Für Sie im Bundestag
Zukunftsgewandte Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestartet
12.12.2011 - Bund
Zukunftsgewandte Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestartet

Auf einer Veranstaltung, anlässlich des 50. Geburtstags von Klaus Peter Willsch, wurde im Frühsommer 2011 der Kontakt zwischen der Forschungsanstalt Geisenheim und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf einer neuen Ebene vereinbart. Der Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch, in dessen Wahlkreis auch die Forschungsanstalt Geisenheim liegt, ist Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt im Deutschen Bundestag; diese Parlamentsgruppe hat über 100 Mitglieder aus allen Parteien.
 
Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig.
 
Nach diesem ersten Kontaktgesprächen wurde zeitnah die weitere Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen konkretisiert.
 
Bereits am 15. Juli 2011 konnte man den deutschen Astronauten Prof. Dr. Ernst Messerschmitt, ein Teilenehmer der D1-Mission,  in Geisenheim als Festredner der Akademischen Abschlussfeier hören. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Gäste.
 
Am 3. September 2011 berichtete dann Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorsitzender des Vorstandes des DLR, persönlich im Rahmen des Tages der offenen Tür der Forschungsanstalt Geisenheim über die Aktivitäten des DLR unter dem Titel "Luft- und Raumfahrt im Dienste des Bürgers - vom Katastrophenschutz bis zur landwirtschaftlichen Anwendung". Luft- und Raumfahrt tragen nach den Worten von Prof. Wörner maßgeblich zur Gestaltung unserer Lebensbedingungen bei. Der Luftverkehr sichert unsere globale Mobilität, Satelliten ermöglichen eine weltweite Kommunikation. Die Fernerkundung liefert wichtige Daten über unsere Umwelt und die Erforschung des Weltraums bringt neue Erkenntnisse über Ursprung und Entwicklung des Sonnensystems, der Planeten und damit des Lebens. Darüber hinaus profitieren wichtige andere Industriezweige von Innovationen aus Luft- und Raumfahrt, von der Werkstoff-Technologie über neue medizintechnische Verfahren bis zu Software-Entwicklungen.
 
Die Mission des DLR umfasst somit:

  • die Erforschung von Erde und Sonnensystem,
  • die Forschung für den Erhalt der Umwelt,
  • die Entwicklung umweltverträglicher Technologien zur Steigerung der Mobilität sowie für Kommunikation und Sicherheit.

 
Das Forschungsportfolio des DLR reicht von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von innovativen Anwendungen und Produkten von morgen. So trägt das im DLR gewonnene wissenschaftliche und technische Know-how zur Stärkung des Industrie- und Technologiestandortes Deutschland bei. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister auch für Kunden und Partner. Darüber hinaus fördert das DLR den wissenschaftlichen Nachwuchs, betreibt kompetente Politikberatung und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner Standorte.
Das DLR beschäftigt circa 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es unterhält 32 Institute bzw. Test- und Betriebseinrichtungen und ist an 16 Standorten vertreten: Köln (Sitz des Vorstandes), Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jülich, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Stade, Stuttgart, Trauen und Weilheim. Das DLR unterhält Büros in Brüssel, Paris und Washington D.C.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Etat des DLR für die eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie für Betriebsaufgaben 745 Millionen Euro; davon waren rund 400 Millionen im Wettbewerb erworbene Drittmittel. Das vom DLR verwaltete deutsche Raumfahrtbudget betrug 2010 insgesamt 1033 Millionen Euro. Davon wurden 63 Prozent für den deutschen Beitrag zur Finanzierung der Europäischen Weltraumorganisation ESA verwendet, 22 Prozent für das Deutsche Raumfahrtprogramm und 15 Prozent wiederum für Weltraumforschung im DLR.
 
Prof. Wörner erläuterte in seinem Vortrag auch die Möglichkeiten der satellitengestützten Erdbeobachtung für die landwirtschaftliche Nutzung insbesondere auch im Weinanbau, z.B. die Messung von Bodenfeuchte.
Am 3. September fanden auch erste fachliche Gespräche zwischen Direktor Prof. Dr. Schultz, Prof. Dr. Wörner,  MdB Klaus Peter Willsch, sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen beider Institutionen statt. Es wurde über mögliche Kooperationsthemen wie:

  • Zusammenarbeit in der Forschung und Lehre bei der Nutzung von Satellitendaten für die Landwirtschaft
  • Nutzung von Fernerkundungsdaten, auch von Flugzeugdaten (Wasserhaushalt, Radaraufnahmen in 3D (für Steilhanglagen)),
  • Anwendungen von Robotik im Weinbau und
  • Gemeinsame Forschungsprojekte

 
diskutiert.
 
Zum Abschluss des Gespräches lud der Vorstandsvorsitzende Prof. Wörner noch zum Tag der "Luft- und Raumfahrt" am 18. September am Hauptsitz des DLR in Köln ein.
 
Anfang 2012 werden weitere Gespräche zur Zusammenarbeit im DLR Standort Oberpfaffenhofen (bei München) stattfinden. Oberpfaffenhofen ist der "Raumfahrtstandort" des DLR mit Instituten zur Erderkundung, Robotik, Nutzungsbetrieb der Raumstation ISS sowie zur Kommunikation und Navigation.
 
Eine neue spannende Mission wurde gestartet …
 
 
Text: Dr. Becker/ Lönarz

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