Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch hat bei Verkehrsminister Peter Ramsauer für eine Verstetigung des Modellversuchs "Begleitetes Fahren ab 17" geworben. Damit greift Willsch die Initiative seiner beiden Kollegen aus dem Hessischen Landtag, Peter Beuth und Peter Seyffardt, auf. Bisher ist der Modellversuch bis Ende dieses Jahres befristet.
"Der Führerschein mit 17 ist ein voller Erfolg. Er wird nicht nur sehr gut von den Jugendlichen angenommen, sondern trägt auch nachweislich zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei", so Willsch. Der von manchen Seiten eingebrachten Forderung, zusätzlich eine verpflichtende, kostenpflichtige Einweisung für die Eltern bzw. Begleiter einzuführen, steht der Abgeordnete jedoch ablehnend gegenüber. Eine solche würde die Attraktivität des Begleitenden Fahrens deutlich senken, so Willsch.
Im Rahmen des Modellversuchs können Jugendliche, die mindestens 16,5 Jahre alt sind, die Fahrschule besuchen und mit 17 die Fahrprüfung absolvieren. Sie erhalten dann eine Bescheinigung, mit der sie in Begleitung eines Erwachsenen - und nur im Inland - ein Auto lenken dürfen. Mit 18 wird diese Bescheinigung durch einen regulären Führerschein ersetzt.
Fahrer, die ihren Führerschein auf herkömmliche Weise erworben haben, verstoßen laut einer Evaluation für das Land Hessen 1,2mal häufiger gegen Verkehrsregeln, verursachen 1,3mal häufiger Unfälle und werden doppelt so oft mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt.