"Wenn man die pro Kopf Investitionen in den Schienenverkehr bei den größeren europäischen Industrieländern vergleicht, droht Deutschland den Anschluss zu verpassen", meint der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch. Mit 47 Euro pro Kopf der Bevölkerung in 2008 liege Deutschland sogar noch klar hinter Italien (60 Euro) und in Frankreich, Spanien, Schweden und den Niederlanden werde sogar etwa das Doppelte investiert.
Vor diesem Hintergrund sei die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Ramsauer, mehr Investitionen in den schienengebundenen Verkehr lenken zu wollen, natürlich sehr zu begrüßen. Investitionen in die Verkehrswege seien schließlich Zukunftsinvestitionen, so Willsch. Hierbei dürfe aber nicht vergessen werden, dass für die Akzeptanz des Schienenverkehrs auch ganz wesentlich von den Lärmemissionen abhängt, die vom Bahnverkehr ausgehen. Deshalb habe er sich sehr über die
gemeinsame Initiative der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz gefreut, die Bundesländer übergreifend und Ministerien übergreifend gefordert hätten, eine Alternativ-Trasse zur Strecke durch das enge und kurvenreiche Rheintal zu entwickeln.
"Eine solche Alternativ-Trasse könnte dann auch den Flughafen Hahn, der ja nicht zuletzt als Frachtflughafen genutzt wird, günstig an den Frankfurter Raum anbinden.", so der Bundestagsabgeordnete. Dies komme dann langfristig beiden Bundesländern zugute.
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