Mit Tradition Richtung Zukunft könnte das Motto der innovativen Mit-Nutzungskonzepte der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim lauten, mit deren Umsetzung die Abtei sich für die Zukunft aufstellen will. Für die überzeugenden Pläne erhält die Abtei nun 3 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus.
„Für die Benediktinerinnen von St. Hildegard ist es von entscheidender Bedeutung, Mitnutzungen für ihr zu groß werdendes Gebäude zu finden. Nur so können sie für kommende Generationen die touristische und kulturelle Bedeutung für die Stadt Rüdesheim und den Rheingau erhalten. Die Bereitschaft der Schwestern, Mitnutzungen zu ermöglichen, eröffnet ein bisher unentdecktes Innovationspotenzial, das eine Alternative zum Verkauf der Abtei darstellt. Wir freuen uns sehr, dass diese Innovationsbereitschaft mit der Förderung belohnt wird und die traditionsreiche Abtei auch künftig fester Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens im Rheingau bleibt,“ teilen die Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU) und Alexander Müller (FDP) mit. Erneut bemühten sich beide Abgeordnete gemeinsam zum Wohle ihres Heimatwahlkreises um die Förderung bedeutender Projekte. Diese Kooperation war unter anderem bei der Förderung der Brömserburg oder des Schwimmbads der Vincenzschule Aulhausen erfolgreich.
Die Abtei St. Hildegard in Rüdesheim ist ein baukulturelles Wahrzeichen mit internationalem Rang. Die Verortung der Abtei, die das Tor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal bildet, der bauliche Zustand der Anlage sowie ihr soziokultureller Wert sind von herausragender Bedeutung. Als Identifikationspunkt innerhalb seiner Region soll die Abtei zukunftsfähig entwickelt werden. Ziel des Gesamtkonzeptes ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem baukulturellen Erbe der vergangenen Generationen und die Entwicklung der Abtei zu einem zukunftsfähigen Ort der Gemeinschaft mit internationaler Strahlkraft.