Klaus-Peter Willsch

Der Bau-Turbo startet: Digitale Werkstatt am 10. November

Nach dem erfolgreichen Auftakt des Umsetzungslabors zum Bau-Turbo folgt am 10. November die digitale Bau-Turbo-Werkstatt. Im Mittelpunkt steht die Startphase des Bau-Turbos als Lern- und Austauschformat für alle, die vor Ort schneller bauen und dringend benötigten Wohnraum schaffen wollen. Ziel des Bau-Turbos ist es, den Wohnungsbau zu beschleunigen, Flächen effizienter zu nutzen und bezahlbaren Wohnraum pragmatisch zu ermöglichen. Nachdem das Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung am 17. Oktober auch vom Bundesrat Zustimmung erhielt, kann nun die Umsetzung beginnen. Das teilt der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch mit.

Wie der Bau-Turbo konkret vor Ort umgesetzt wird, obliegt der Gestaltungsfreiheit der Gemeinden und Städte. Um sie bei ihren Vorhaben zu unterstützen, hat die Bundesregierung mit ihren Partnern das Umsetzungslabor für den Bau-Turbo ins Leben gerufen. Es soll Bürgermeister, Planer und kommunale Akteure begleiten, offene Fragen klären und von Anfang an für den notwendigen Informationsfluss sorgen. Gleichzeitig vernetzt das Umsetzungslabor Kommunen untereinander, bündelt Wissen und Erfahrungen und schafft eine Plattform für gegenseitiges Lernen. Koordiniert wird der Prozess von der Bauwende Allianz, getragen von Project Together und wissenschaftlich begleitet durch das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu).

Die digitale Bau-Turbo-Werkstatt am 10. November markiert den offiziellen Start des Umsetzungslabors. Im digitalen Veranstaltungsteil kommen Vertreter des Bundes, der Kommunen und Fachleute zusammen, um sich auszutauschen, Fragen zu stellen und konkrete Anwendungsfälle zu diskutieren. Auf der Agenda stehen Themen wie kommunale Gestaltungsspielräume, Verwaltungsprozesse, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Marktakteuren sowie Strategien zur Aufstockung und Nachverdichtung. Auch Bauministerin Verena Hubertz wird an der Veranstaltung teilnehmen.

Der Bau-Turbo eröffnet Kommunen neue Möglichkeiten, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Gemeinden können bis Ende 2030 befristet von bauplanungsrechtlichen Vorgaben abweichen und neue Wohnungen bereits nach einer dreimonatigen Prüfung genehmigen, ohne dass eine Aufstellung oder Änderung von Bebauungsplänen notwendig ist. Gleichzeitig werden im Geltungsbereich bestehender Bebauungspläne zusätzliche Wohnbebauungen ermöglicht, etwa durch Aufstockungen oder Nachverdichtungen. Auch im unbeplanten Innenbereich können künftig neue Wohngebäude entstehen, selbst wenn sie sich nicht vollständig in die bestehende Bebauung einfügen.

Eingeladen sind alle Kommunen, die nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen, unabhängig davon, ob bereits konkrete Projekte bestehen oder erste Ideen entwickelt wurden. Die Werkstatt soll den Austausch fördern, Hürden abbauen und praktische Erfahrungen aus den Kommunen in die politische Arbeit zurückfließen lassen.

„Der Bau-Turbo ist ein pragmatisches Instrument zum Nachverdichten, Aufstocken, Erweitern oder zur Umwidmung des Bestands. Die Bundesregierung hat mit der Experimentierklausel eine Möglichkeit für unsere Städte und Kommunen geschaffen, das Wohnraum-Problem angehen zu können, ohne dass es durch Aufstellungen oder Überarbeitungen eines Bebauungsplans bei Neu- und Umbauten zu großen Verzögerungen kommt. Ich empfehle allen von Wohnraummangel betroffenen Kommunen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Es ist unabdingbar, endlich Schwung in den Wohnungsbau zu bringen“, so Willsch weiter. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums unter https://bit.ly/47vLjfK. Zur Teilnahme an der digitalen Bau-Turbo-Werkstatt können Sie sich unter folgendem Link registrieren: https://bit.ly/4ol7Sel.

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