Klaus-Peter Willsch

Willsch: Bewerbungsaufruf zum dritten Margot Friedländer Preis

Die Margot Friedländer Stiftung lobt zum dritten Mal den Margot Friedländer Preis aus. Der Preis zeichnet Menschen aus, die sich mit ihrem Handeln für Toleranz, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie einsetzen und zur Aufklärung über den Holocaust und Antisemitismus beitragen. Beispielhaft steht dafür Engagement an Schulen und Hochschulen, in Bürger- und Elterninitiativen, Vereinen und Betrieben, wie der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Rheingau-Taunus/Limburg, Klaus-Peter Willsch, mitteilt.

Der Margot Friedländer Preis wird drei Mal vergeben. Der Persönlichkeitspreis zeichnet diejenigen aus, welche Menschlichkeit und Toleranz vor- und ausleben. Während der Projektpreis an Initiativen vergeben wird, die die genannten Themen aufgreifen, ehrt der Schulpreis Schüler und Schulen. Der Margot Friedländer Preis 2026 ist mit 25.000 Euro dotiert, wobei das Preisgelt der Weiterführung des Engagements dienen soll. Bewerben können sich Einzelpersonen, Initiativen und Institutionen. Auch Vorschläge durch Dritte sind zulässig.

Die im Mai des letzten Jahres verstorbene Holocaustüberlebende und Stifterin Dr. h.c. Margot Friedländer appellierte mit den Worten „Ich bitte Sie daher herzlich, wenn Sie Menschen oder Organisationen kennen, die sich in meinem Sinne engagieren, nominieren Sie diese für den Margot Friedländer Preis. Denn dieses Engagement ist so unglaublich wichtig. Wichtig für die Zukunft unseres Landes, wichtig für Euch.“ an die weitere Unterstützung ihres Lebenswerkes. Nominierungsfrist ist der 10. Mai 2026. Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury unter Vorsitz von Elke Büdenbender ausgewählt, am 12. Oktober 2026 findet die Preisverleihung in Berlin statt. Bewerber können aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen.

„Im letzten Jahr hat die Zahl antisemitischer Vorfälle einen dramatischen Höhepunkt erreicht. 2024 wurden rund 70 Prozent mehr Vorfälle als im Vorjahr erfasst. Fast 24 antisemitische Vorfälle finden pro Tag in Deutschland statt. Diese Entwicklung ist nicht nur erschreckend, sondern auch ein vernichtendes Urteil, da es einen signifikanten Zuwachs bei den Vorfällen mit Gewalt gibt. Es braucht dringend Engagement für ein menschliches Miteinander. Übergriffe und Pauschalisierungen dürfen nicht zur Normalität gehören“, mahnt Willsch abschließend.

Weitere Informationen über den Margot Friedländer Preis sowie das Nominierungsformular sind auf der Webseite der Margot Friedländer Stiftung zu finden.

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