Klaus-Peter Willsch

Willsch: Organisierte Kriminalität nimmt deutlich zu – der Staat darf nicht zuschauen

Die Organisierte Kriminalität in Deutschland wird internationaler, digitaler und brutaler. Im Jahr 2025 wurden bundesweit 683 Ermittlungsverfahren geführt und knapp 8.000 Tatverdächtige erfasst. Der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre. Rund 69 Prozent der Verfahren hatten einen transnationalen Bezug, während Rauschgiftkriminalität mit rund 37 Prozent das wichtigste Betätigungsfeld der Organisierten Kriminalität blieb. Dies teilt der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch mit.

„Diese Zahlen müssen uns alarmieren. Organisierte Kriminalität ist längst nicht mehr nur eine Angelegenheit, die sich im Verborgenen abspielt. Kriminelle Netzwerke agieren international, nutzen digitale Plattformen und verschlüsselte Messenger und organisieren ihre Geschäfte zunehmen arbeitsteilig und professionell“, so Willsch.

Auch die Formen der Gewalt verändern sich. Gewalt wird zunehmend im öffentlichen Raum eingesetzt. Gleichzeitig werden vermehrt illegal hergestellte, sogenannten totalgefälschten Schusswaffen festgestellt, die über die Türkei nach Europa gelangen und anschließen in Deutschland weiterverbreitet werden. Die zunehmende Verfügbarkeit solcher Waffen erhöht das Gefahrenpotenzial krimineller Gruppierungen zusätzlich.

„Die zunehmende Professionalität und Internationalisierung krimineller Netzwerke stellt den Staat vor neue Herausforderungen. Wenn sich diese Strukturen verändern und professionalisieren, darf der Staat nicht stehen bleiben. Wir müssen deshalb nicht nur einzelne Straftaten verfolgen, sondern die Strukturen dahinter aufdecken und ihnen die finanzielle Grundlage entziehen“, so Willsch weiter.

Willsch ist Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Einzelplan 06 des Bundesministeriums des Innern, in dessen Zuständigkeitsbereich das Bundeskriminalamt fällt. 

„Wir müssen den kriminellen Netzwerken dort begegnen, wo sie ihre Stärke haben: bei ihrem Geld, ihren Vertriebswegen und ihren Strukturen. Unser Anspruch muss klar sein. Wir dürfen nicht zulassen, dass Organisierte Kriminalität immer professioneller wird und dadurch ihren Einfluss auf Staat und Gesellschaft ausweitet“, so Willsch abschließend.

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