Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg

Themen und Impressionen

Mein Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg besteht aus mehreren Teilen: Der Weinbauregion Rheingau, dem landwirtschaftlich geprägten Untertaunus und dem Altkreis Limburg. Zum Limburger Teil meines Wahlkreises gehören neben der Bischofsstadt auch der wegen seiner landwirtschaftlich günstigen Böden so genannte Goldene Grund sowie Teilen des (südlichen) Westerwaldes.

Getränke prägen meinen Wahlkreis. Schon im Jahr 772 wurde der Mineralbrunnen aus Niederselters erwähnt. Er gab dem Mineralwasser den Namen Selters, das heute weltweit als Pseudonym für Mineralwasser verwendet wird. In Limburg sitzt der Wassersprudler-Hersteller Soda-Club, in Taunusstein der Wasserfilter-Produzent Brita, Milch kommt von der Molkerei Schwälbchen in Bad Schwalbach und im Rheingau pflegen Hunderte von Winzern das Jahr über die Weinberge, um im Herbst Riesling- und Spätburgundertrauben zu keltern. Bad Camberg, Schlangenbad und Bad Schwalbach sind anerkannte Heilbäder.

Weitere bekannte Arbeitgeber sind zum Beispiel ACO Guss in Aarbergen (Nachfolger des Kanaldeckel-Gießers Passavant), Weber Bürstensysteme in Bad Camberg, Jack Wolfskin und Motorola in Idstein oder Tetra Pak, Sterntaler in Dornburg, Harmonic Drive/OVALO und mundipharma in Limburg. Die Geschäftsleitung von mundipharma hat jedoch bedauerlicherweise Anfang 2017 die Schließung des Standortes in Limburg verkündet.

Dank der A3 sind Teile der Region Untertaunus / Limburg Rheingau gut nach Frankfurt/Main mit seinem Flughafen angebunden. Für den Rheingau erfüllt die A66 diese Zubringerfunktion. Im gesamten Wahlkreis leben überwiegend Pendler, die im Rhein-Main-Gebiet (neben Frankfurt/Main vor allem in den beiden Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz) arbeiten.

Im Rheingau gibt es kaum noch Industrie; Orte wie Rüdesheim, Eltville und Oestrich-Winkel konzentrieren sich daher erfolgreich auf Tourismus und Wein. Die Hessischen Staatsweingüter sind das größte deutsche Weingut; die Germania in Rüdesheim und das Kloster Eberbach in Eltville sind Tourismus-Magneten von Weltrang. Einer der schönsten klassifizierten Wanderwege der Rheinsteig, der von Wiesbaden-Biebrich nach Bonn reicht, führt durch den Wahlkreis. In Rüdesheim beginnt das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, der Obergermanisch-Rätische Limes zieht sich von Ost nach West durch den Untertaunus. Nirgendwo sonst treffen zwei Welterbestätten so nah aufeinander.

Rheingau

Taunus

Limburg

Bahnlärm

Seit ich im Jahr 1998 das erste Mal als direkt gewählter Abgeordneter für Rheingau-Taunus/Limburg in den Deutschen Bundestag einzog, engagiere ich mich vor Ort und in Berlin für die vielen vom Bahnlärm geplagten und gemarterten Menschen im Mittelrheintal. Der Kampf gegen den Bahnlärm ist ein langer und steiniger Weg, aber gerade in den letzten Jahren konnten wir viel erreichen. Ab dem Fahrplanwechsel im Jahr 2020 dürfen laute Güterwagen nicht mehr durch unser Land fahren! Die alten Klapperkisten gehören ins Museum und nicht auf die Güterstrecke.

Laute Güterwaggons dürfen dann - wenn überhaupt - nur mit 20-30 km/h auf der Strecke unterwegs sein und können frühestens fünf Werktage vor der beabsichtigten Trassennutzung angemeldet werden. Das macht sie für Unternehmen wirtschaftlich derart unattraktiv, dass es wohl kaum noch vorkommen dürfte.

Klar ist aber auch: Der Schienengüterverkehr muss endlich raus aus dem engen Mittelrheintal. Die Planungen für eine Alternativtrasse laufen. Damit der Lärm nicht verlagert wird, sondern verschwindet, muss und soll der Großteil der neuen Güterstrecke unterirdisch verlaufen.

Die jahrelange Arbeit im Beirat Leiseres Mittelrheintal trägt also endlich Früchte. Mein Dank gilt dabei vor allem aber auch den vielen Bürgerinitiativen vor Ort, die uns dabei unterstützt haben.

Windkraft

Windkraftausbau verschandelt unsere einzigartige Kulturlandschaft, beeinträchtigt die Anwohner und zieht den Stromkunden per Zwangsabgabe Milliarden aus der Tasche. Der Ausbau der Windkraft ist Raubbau an Heimat und Natur. Er verschlingt Milliarden, ohne einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unsere Treibhausgasemissionen sind zuletzt sogar wieder angestiegen. Stattdessen entfallen mittlerweile irrsinnige 80 Prozent unserer Stromrechnung auf alle möglichen planwirtschaftlichen Steuern, Abgaben und Umlagen. Jedes Windrad treibt diese Kosten weiter in die Höhe, gefährdet unsere Versorgungsicherheit und schadet der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und der Kaufkraft unserer Geldbeutel. Wir müssen daher den sofortigen Ausstieg aus der EEG-Förderung durchsetzen. Der rücksichtslose Renditehunger der Projektierer darf nicht länger gestillt werden.